FreiGut

Begriff des deutschen Zollrechts für Waren, die zollrechtlich abgefertigt sind. Im harmonisierten gemeinschaftlichen europäischen Zollrecht ist dafür die Begriff der Gemeinschaftsware gebräuchlich.

Ein Zollgut wird zum Freigut, sobald seine zollamtliche Behandlung abgeschlossen ist. Über Freigut kann beliebig verfügt werden. (Quelle: Wirtschafslexikon24.com)

In Ost- und Westfalen unterstanden die Besitzer eines Freigutes dem Freiding (der Feme) des Grafen, wogegen von anderen Gütern aus das Gogericht aufgesucht werden musste. In gewissen sonstigen Gegenden war ein Freigut hingegen ein Landgut, das der Gerichtsbarkeit des Grafen oder Vogtes entzogen war. Die Inhaber von Freigütern brauchten keine Frondienste zu leisten und keinen Zins zu entrichten; im Gegenzug waren sie zu Reiterdiensten verpflichtet. Ursprünglich konnten nur Freie Inhaber eines Freigutes sein, wobei der Begriff des Freien in der Wissenschaft umstritten ist. Hatte ein solcher Inhaber keinen männlichen Erben, fiel es an den Freigrafen.

Vornehmlich in Nord- und Ostdeutschland verstand man unter Freigütern solche Ritterlehen, die im Interesse der Landesverteidigung errichtet wurden. Auch diese waren von Beden und Zins befreit.

Im Zusammenhang mit der deutschen Ostkolonisation der östlichen Gebiete des Heiligen Römischen Reiches werden auch solche Ländereien Freigut genannt, die den Siedlern zu besonders günstigen Bedingungen überlassen wurden. (Quelle: Wikipedia)